Freitag, 20. Dezember 2013

Nightwish – Showtime, Storytime (DVD)

So, Death Metal-Gerödel hatten wir fürs erste mal genug: I hereby declare open the 2013 Sacred Metal Kitsch Olympics. Astreiner Goldmedaillenfavorit natürlich: die Finnenbande von Nightwish mit ihrem neuen, pickepackevoll gefüllten Live-Paket. Das besteht, wie der Titel es andeutet, aus zwei Teilen – Tourdoku und Livemitschnitt vom diesjährigen Wacken Open Air. (Das dem Cover nach offenbar mittlerweile irgendwo nach Mittelerde verlegt worden ist.) Widmen wir uns zunächst mal erstgenannter, denn das Konzert als krönender Abschluss der Tour ist schon irgendwo das Ergebnis dessen, was in dem „Please learn the setlist in 48 hours“ getauften Streifen geschehen ist. (Der im übrigen größtenteils in finnisch mit englischen Untertiteln only stattfindet. Wäre da bei einer Band, die hierzulande immerhin zwei Nr. 1-Alben und ein paar weitere Top 10-Dinger in der Vita hat, keine Übersetzung zumindest in Textform drin gewesen?)

Samstag, 7. Dezember 2013

Slaughterday - Nightmare Vortex

Erinnert Ihr Euch noch an die Raumschiff Enterprise-Folge mit dem Spiegeluniversum, in der ein unrasierter Mr. Spock im Dienste einer faschistischen Föderation den Namensgeber für eine der besten Prog Rock-Bands unserer Tage markieren durfte? Nun, wenn es in dieser dunklen Parallelwelt auch einen spitzbartbewehrten Rodney Matthews geben sollte, dann könnte der eventuell ähnliche Visionen auf Leinwand bannen wie es Mark Cooper für das Debüt des dynamischen Duos Slaughterday getan hat. Alle Achtung: so und nicht anders muss ein Death Metal-Artwork – zumindest in meinem Universum – aussehen!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Blitzkrieg - Back From Hell

Schade: der ganz große Wurf, den ich mir nach dem famosen Satan-Comebackalbum „Life Sentence“ schon insgeheim erhofft hatte, ist Blitzkriegs erstes Werk seit 2007 leider nicht geworden. Dabei waren doch alle Voraussetzungen gegeben: Brian Ross ist nach wie vor bestens bei Stimme, wie schon der exzellente Opener und Titeltrack, der auch textlich nahtlos die olle Jack the Ripper-Thematik ihres Klassikers „Unholy Trinity“ fortführt, mit Gänsehaut erzeugenden, halfordesken Screams im Chorus klarmacht. Mit dem langjährigen Gitarristen Ken Johnson hat Brian auch jemanden an Bord, der als Songwriter zwingenderen, memorableren Stoff anschleppt als noch auf dem schwächelnden Vorgänger „Theatre Of The Damned“ vertreten war. (Der Rest der Besetzung wurde mal wieder vollständig ersetzt, u.a. ist mittlerweile Brians Sohn Alan an der zweiten Sechssaitenposition mit dabei.) Die Produktion ist vielleicht nicht perfekt, knallt aber immerhin recht authentisch. Und das liebenswerte, dilettantische Cover ist eh Blitzkrieg pur. Welcome back, Great Bird of Armageddon!