Freitag, 11. Oktober 2013

The Gates Of Slumber - Ein Nachruf

THE GATES OF SLUMBER – 1998-2013. Ein Nachruf. (Teil 1)

I.

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His eyes set upon you as you enter his lair
A cold stone vault at the foot of the stair
Like some vision from an evil dream
Yet none can wake you, or hear your scream.


Und ich wollte nie mehr geweckt werden. Diese vier Zeilen ertönten nach einem Klick auf den „Play“-Knopf auf der Myspace-Seite an einem Tag im April vor vier Jahren aus meinen PC-Lautsprechern. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich von Heavy Metal keine Ahnung. Ich besaß außer der Hälfte des IRON MAIDEN Kataloges, „Ace Of Spades“ von MOTÖRHEAD und einer GRAND MAGUS-Scheibe keine nennenswerten Tonträger aus dem Genre. Ich trug häßliche EMP-Shirts von METALLICA, kannte innerhalb und außerhalb meines Landes genau zwei Personen mit dem annähernd gleichen Musikgeschmack und Nachmittags übte ich Lieder auf meinen Bass, deren bloße Nennung wahrscheinlich die Sperrung meines Accountes nach sich ziehen würde. Zwei Jahre später stehe ich an einem Tag im April in Lauda-Königshofen. Ich bin auf dem Weg zu einem BROCAS HELM-Gig, trinke ein Bier, unterhalte mich mit Underground-Metallern aus ganz Europa und trage ein THE GATES OF SLUMBER-Shirt. Eigentlich wollte ich diesen Nachruf auf die für mich beste Heavy Metal-Band aller Zeiten nicht mit irgendeiner Pathos-Scheiße starten: Aber ja, vier Zeilen eines Heavy Metal-Liedes können ein Leben verändern.



„The Gates of Slumber is music that we want to make. Music we want to hear and that’s all. I don’t follow much that happens in the modern metal scene. So I can’t react to it.“ - K.S.

Luxemburg, April 2009. Einer der zwei Personen die ich kenne, die auch Heavy Metal mögen, hat mir eine E-Mail geschrieben. Besagte Person war gerade auf der jüngsten Ausgabe des „Keep It True“-Festivals. „Und wie war´s?“, hatte ich gefragt. „Ganz gut. Sortilége waren der Hammer. Aber sag mal, du hörst doch neuerdings Black Sabbath? Da war diese eine Band. Ich fand sie voll öde, aber dir könnten sie eventuell gefallen.“ THE GATES OF SLUMBER? Nie gehört. Mal reinhören auf Myspace.

Indianapolis,1998. Ein gewisser Karl Simon löst sein Doom-Projekt THE KEEP auf, kauft sich eine Gitarre und gründet, benannt nach einem Song der Chicaogoer Death Metal-Legende CIANIDE, eine neue Band.

„... my first love has always been Black Sabbath. I could never find a suitable group of people to do a band along those lines, so me and Chuck Brown from Apostle of Solitude formed The Keep... things kind of ground to a halt after a couple of years because we couldn’t keep a guitarist. I was playing bass at the time. We also had different ideas as to what we wanted to do. I went off, bought a guitar and started working on The Gates of Slumber.“ - K.S.

Die Idee ist schon damals, traditionellen No-Bullshit Doom Metal zu spielen. Ganz im Sinne der Bands, die zu der Zeit sowohl in den USA als auch in Europa aus dem Schatten ihrer kleinen Käffer hervortreten um die Lehre von Osbourne, Butler, Iommi und Ward zu predigen: ORODRUIN, SOLSTICE, REVEREND BIZARRE und weitere.

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„That's one of the things what was always central to the COTD idea of doom metal... it's not about vainly searching for the pit of despair, but casting off depression and riding high on power for a minute! There is something unhealthy and mentally weak about people standing silent "taking in the doom" it's self absorbed wallowing. No, I'll take some power chord riffs, a fast break out and some lyrics about Medusa over that 'deep' shit any day of the week.„ - K.S.

Tod den Stonerrock-Posern und den Emo-Luschen, zurück zu den Pfaden die SAINT VITUS und CANDLEMASS in den 80er-Jahren mühevoll bereitet haben, nur damit KYUSS und MY DYING BRIDE wieder alles zunichte machen. Der legendäre „Circle Of True Doom“, zu aller erst eine Yahoo-Mailgruppe, war Anfang des neuen Jahrtausends gegründet.

Fast ein Jahrzehnt später höre ich „Trapped in the Web“, den Opener des dritten TGoS-Albums „Conqueror“, 2008 veröffentlicht von Profound Lore. Der Song startet mit einem atmosphärischen Intro von nur wenigen Sekunden. Diese aber kreieren bereits eine intensivere Stimmung für das anschließende Gemetzel als es viertelstündige Fanfaren- oder Waldgeräusche-Samples erzeugen könnten. Das Lied ist schnell. Und abwechslungsreich. Ein kurzes Bassolo, stark! Am Ende noch mal eine Steigerung. Richtig gut. Mal schauen was noch auf der Myspace-Seite drauf ist.

II.

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Suffer no guilt
The iron time is here
The weak shall tremble
So let them die in fear.


Zwei Tage später stehe ich im einzigen städtischen CD-Laden. Eigentlich wollte ich mir die neue HEAVEN & HELL kaufen. Aber Iommi & Butler interessieren mich plötzlich weniger als ein unbekanntes, ausgesprochen hässliches (Meine Mutter meinte mal: „Wenn du ein Konzert für die veranstaltest, können sie ja gerne bei uns übernachten“. Ich zeigte ihr ein Foto. „O.k. Vergiss die Idee wieder...“) Trio aus Amerika. Ich wühlte als noch kurz unter „G“. Tatsächlich! Sie haben es. Blutrotes Cover, ein nackter Barbar mit abgetrenntem Kopf in der Hand, „for Fans of Cirith Ungol“. Keine Ahnung wer das ist, aber egal. Zu Hause dann aber doch zuerst die HEAVEN & HELL eingelegt. Geil, „Bible Black“ und so. Vielleicht doch zwischendurch kurz in die „Conqueror“ reinhören? Aus einem ersten Durchlauf wurden unzählbare. Das war´s übrigens für „The Devil You Know“. Und für „Ace of Spades“, und für „A Matter of Life and Death“, und für alle anderen. Spätestens nach „To Kill and Be King“, dem sechsten Song auf dem Album, sollte alles anders sein.

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Uther, you learned too late
Your lust undid you
And what was borne of it's mine
The King and land are one
You learned too late
You were only a butcher.


Ich konnte nicht glauben was ich da gerade hörte. Oder besser gesagt: Vielmehr konnte ich nicht glauben wie gut mir gefiel, was ich da gerade hörte. Vor allem die langsamen Passagen fesselten mich. Klar, „Black Sabbath“ fand ich damals schon gut, genau wie „Hand of Doom“. Aber das war dann doch nochmal eine Steigerung. Doom Metal also? Tagelang las ich das Booklet von vorne bis hinten durch. Schlug alle darin enthaltenen Bands nach. PENTAGRAM, MANILLA ROAD, SLOUGH FEG, REVEREND BIZARRE... wer zu Hölle sind alle diese Band? Wenn die auch nur annähernd so gut sind wie THE GATES OF SLUMBER, dann muss ich reinhören!

Iron hooves pound the ground
Iron riders from the north
Ice hearts full of hate
Cold touch the whim of fate.


„Conqueror“ öffenete eine neue Welt für mich. Als Fantasy-affiner, Geschichts- und Metal-begeisterter Nerd war es wie eine Offenbarung, dass Heavy Metal nicht nur „Run To The Hills“ war sondern auch genau die Atmosphäre und Stilistik enthalten konnte die ich aus diesen Nerd-Welten kannte. Anders ausgedrückt: Ein ahnungsloser Greenhorn macht Erfahrungen mit den transzendentalen Fähigkeiten von epischem Heavy Metal. Ganz davon abgesehen, dass die Musik genau die besten Elemente der drei Bands vereinte, die ich bereits liebte: MOTÖRHEAD (Der Trio-Sound, der ruppige Charme, die 100%-Rock´n´Roll-Attitüde), IRON MAIDEN (Die Melodien, die Texte) und BLACK SABBATH (Die Heaviness, die schnell-langsam-Dynamik, der „Doom“). Dennoch: Am meisten begeisterte mich ein anderer Song von der Myspace-Seite.

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„I consider us to be a Heavy Metal band first and a "doom metal" band second.“

Hufgeräusche. Gallopierende Reiter. Stille. Dann ein Bass-Intro. Die Gitarre setzt ein. Clean. Unglaubliches Feeling, unglaube Atmosphäre. Bis heute habe ich nichts vergleichbares gehört. Drei Instrumente regeln alles. Dann kracht der eiserne Hammer nieder. Zwölf Minuten epischen Heavy Metals in seiner pursten Spielform und Vollendung. Bis heute finde ich das Hauptriff eigentlich gar nicht mal so gut. Aber in seiner Gesamtform bleibt „Riders Of Doom“ für mich unerreicht. Die einzelnen Elemente sind eigentlich schlichtweg egal. Die Band überschreitet hier den Punkt zwischen Musik und dem was darüber hinausgeht. So einen Song bewusst zum ersten Mal zu hören war schon etwas besonderes.

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„The difference between The Awakening and Suffer No Guilt is the real emergence of the Heavy Metal influences that I've had in my music forever. This album owes as much to Manowar as to Saint Vitus.“ - K.S.

Das Lied befindet sich auf „Suffer No Guilt“ von 2006, das zweite Album der Band nachdem 2004 „The Awakening“ und 2005 „Like A Plague Upon the Land“ (EP) veröffentlicht worden waren. Zwischen 2000 und 2002 hatten die ersten Bandinkarnationen bereits einige Demos aufgenommen die heute mit Ausnahme der „Sabbath Witch Demo“ (CD-R) nicht mehr erhältlich sind. (Ich weiß nicht mal ob sie wirklich jemals als Tonträger erhältlich waren) 2003 war Jason McCash am Bass dazu gestoßen. Zusammen mit Karl sollte er das Herz und die Seele der Band bis zu ihrem Ende bilden. Der Drummerposten wurde angesichts dieser starken Freundschaft und eingespanntem Songwriterduo mehrmals weitergereicht. Chuck Brown trommelte auf dem Debüt und der EP, Chris Gordon auf „Suffer No Guilt“. Das Debüt erschien auf dem finnischen Label I Hate und erhielt damals schon ein paar positive Kritiken. Auch die Sacred Metal Page veröffentlichte ein Review zu „The Awakening“. (Witzige Randnotiz: Das größte Lob kam von keinen anderem als Rich Walker. Nachzulesen in einer dunklen Ecke des Hellrideforums)

Your head for the law
Your soul for hell!


„The Awakening“ wurde erst kürzlich neu veröffentlicht. Wer die erste Auflage oder die Iron Kodex-Vinylversion verpasst hatte, sollte spätestens jetzt den Kauf wagen. Ihr haltet mich zwar eh nicht mehr für objektiv (Im Gegensatz zu den „richtigen“ Reviewern, hihi), aber selbst ohne rosa Fanbrille steht „The Awakening“ da als ein Monument des neuen, echten amerikanischen Doom Metal. Schon damals verstand es die Band, einen natürlichen Fluss zu kreieren und alle Geschwindigkeitsextreme auszuloten. So startet der Titeltrack quälend langsam und schlürft endlos über den blutigen Kerkerboden, bevor gegen Ende in bester SABBATH-Manier das Gaspedal durchgetreten wird und ein vergewaltigtes VENOM-Riff aus dem Nichts losgelassen wird. Gleich danach muss man sich aber dem ultimativen Doom-Gericht in Form von „The Judge“ stellen. Fieser und vernichtender wurde wahrer Doom Metal im neuen Jahrtausend selten gespielt. Getoppt wird das aber nochmal alles von dem unsterblichen Dreierschlag „The Jury“/“Broken On The Wheel“/“The Executioner“. Nein, die Abwechslung im Songwriting, der Aufbau des Albums, die Zitate aus der klassischen Ecke konnten keine Zweifel aufkommen lassen... TGoS goes Heavy Metal. („The Awakening“ erhielt ich übrigens im Dezember 2009 zusammen mit einem gewissen Album namens „New Dark Age“. Aber das ist eine andere Geschichte)

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On the seventh of May
They reached Jerusalem's walls
After two months fighting
The holy city falls.


„Suffer No Guilt“ war der zweite Tonträger den ich mir von der Band kaufte. Ich hatte Glück. Scheinbar entdecke ich die Band genau dann, als es noch die allerletzten CD- und Vinylexemplare im Internet gab. „Suffer No Guilt“ kaufte ich erst einmal auf CD, um „Riders Of Doom“ so oft wie möglich und an allen Orten hören zu können. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich die Band schon ein halbes Jahr. „Conqueror“ war schon unzählige Male gelaufen, die ersten PENTAGRAM und CIRITH UNGOL-CDs nahmen ihren Platz in meiner winzigen Sammlung ein. „Suffer No Guilt“ fand ich erst einmal anstrengend. Der spröde Sound, der niemals enden wollende Titeltrack. Und „God Wills It“ erst. Zwanzig Minuten? Ein Sacred Metal-User nannte „Suffer No Guilt“ mal „Metal für Fortgeschrittene“ wenn ich mich richtig erinnere. Goatstorm sprach von einer wichtigen Scheibe, Cimmerer nannte das Album mal in einem Atemzug mit den wichtigsten Epic Metal-Alben der letzten zwanzig Jahre. Alles richtig. Aber lange habe ich mich „Suffer No Guilt“ schwergetan. Vor allem „Dweller In The Deep“ und „Wyrmwood“ nehmen viel von der anfänglichen Energie wieder raus und am Titeltrack habe ich mir als Doom-Poser immer wieder die Zähne ausgebissen. Nur der Macht von „Riders of Doom“ und anschließend auch „God Wills It“ konnte ich mir nie entziehen. Letzter Song hat mich dazu verleitet, monatelang nur Kreuzritter auf meine Notizblöcke zu kritzeln. Außer REVEREND BIZARRE hat es wohl niemand geschafft, zwanzig Minuten purer Schwere wie im Flug vergehen zu lassen. Viel wichtiger aber: Die Band war schon zu diesem Zeitpunkt aus der reinen Doom-Kiste ausgebrochen. Ab sofort regierte purer, klassischer Heavy Metal. Oder war und ist Doom Metal nicht eigentlich genau das? Und zwischendurch hat man es vergessen und muss auch heute noch manchmal daran erinnert werden? Ach ja, die Iron Kodex-Vinyls. Auf die stieß ich durch einen Thread in einem Forum in dem ich angemeldet hatte. Sacred Metal. Die schienen TgoS auch zu mögen. Muss cool sein.

III.

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„Conqueror is a hybrid of The Awakening and Suffer No Guilt, the songs are more riffy than ever before and it's fucking aggro as hell.“

Nach der Best-Of/Demo/Split-Compilation „Villain, Villain“ (2007, als Anlehnung an early Priest) erschien 2008 „Conqueror“. Und war das nochmal ein Quantensprung von „Suffer No Guilt“ zu diesem Album! SacredMichael hatte es damals richtig formuliert: „...nach dem Genuss des dritten Albums des Doom-Trios aus der Stadt der Im-Kreis-Fahrer (Indianapolis) werdet ihr es lange Zeit nicht mehr zu Gesicht bekommen - wenn "Conqueror" schon "Suffer No Guilt" nicht vernichtet, so schafft es der Drittling, den Vorgänger vergessen zu machen.“ Ich muss ihn aber korrigieren: „Conqueror“ hat „Suffer No Guilt“ vernichtet. Mit seiner perfekten, zeitgemäßen, lebendigen Produktion, seinen noch monumentaleren, besser geschriebenen Songs und der viel höheren Dichte an unsterblichen Klassikern. Ein Glück dass Iron Kodex auch diesem Album einen Ehrenplatz in ihrer Reihe verliehen haben. Aber wer hatte die Situation damals besser erkannt als Goatstorm? Für ihn waren TGoS: „die mächtigste Band der aktuellen Heavy-Metal-Szene“. Scheinbar jedoch nicht nur führ ihn. Die Band hatte schon 2007 das wichtige Doom Shall Rise-Festival (R.I.P.) geheadlined und nach „Conqueror“ schien der Weg zum Erfolg in greifbarer Nähe. Zumindest haben die Sacred Metal-User das Album gleich auf Platz eins der Jahrescharts gewählt. Das muss doch was heißen!

„Like I said a minute ago, if it is 'onwards and upwards' from here, awesome; if not also cool. Stardom doesn't exist, the rock star trip is for kids and industry puppets, we aren't kids and we do what we want. I've always done my best to speak the truth as I see it and express what I think is real and true.“

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„I know that everyone looks at their CD sales or their hits on MySpace and they either think "cool we moved 8,000... we are awesome", or they see that they get a billion hits on their MySpace and they are like "We are the shit"... or the reverse is true. A lot of people think about all the CDs they didn't sell or how cult their band is, only some few special people know about them. So in a way obscurity becomes some sort of sacred status. Because heaven forbid someone who isn't totally cool should hear your music, right? I've never been about that, I've always been a populist when it comes to these things.“

Zumindest jetzt schien die Band kurz davor zu sein, ihre Musik aus dem tiefen Underground hinaus in die etwas breitere Schicht geschmackssicherer Fans zu tragen. Der Auftritt am Keep It True 2009 wurde von vielen im Board als der beste des Festivals bezeichnet und die Band spielte in diesen Monaten mehrmals in Europa und in den Staaten. Auch stellte sich jetzt natürlich die Frage nach einem neuen Label. Der Mini-Erfolg von „Conqueror“ blieb nicht ungehört. Die Wahl fiel schließlich auf Rise Above. Diese Entscheidung sollte für die Band in einigen Belangen folgenschwer sein. Dass Karl und Jason nach ihrem Ermessen die beste Entscheidung für ihre Musik treffen wollen, ist nachzuvollziehen. Viele Fans und andere Teile der Szene sahen das jedoch anders. Zumindest schien sich der Deal zunächst auszuzahlen. Ein neues Album war schon fast geschrieben und es ging Mitte 2009 mit Sanford Parker, der auch schon „Conqueror“ produziert hatte, nach Chicago um die Songs aufzunehmen. Ob Rise Above langfristig die richtige Wahl darstellten, ist bestreitbar. Ich kann nur beurteilen, was ich als Fan von außen gesehen habe. Leider waren die eindrücklichsten Sachen davon überteuerte Vinyl-Preise, eine kaum existente Promotion und noch weniger Touren als zuvor. Inwiefern das alles mit dem Label zu tun hatte, weiß ich nicht. Zumindest war 2009 noch alles im grünen Bereich. Voll motiviert nahm die Band zehn Schläge klassischsten Stahls auf: „Hymns Of Blood and Thunder“ war geboren!

Forever I'll dwell in the field of fire
Forever I'll dwell in this land of doom
Whatever the price
I'll pay it all
Dark is the abyss
Lonely this doom.


Zu diesem Zeitpunkt verfolgte ich die Band bereits auf Schritt und Tritt online. Keine News durfte verpasst werden, kein Sample vom kommenden Album, kein Detail vom Albumcover. Zuerst die Tracklist im Hellrideforum. Vielversprechend wäre untertrieben für die ersten Titel: „Blood and Thunder“, „Doom Of Aceldama“, „Death Dealer“... Die Samples auf Amazon waren jedoch erstmal wenig aussagekräftig. Und dann noch das erste veröffentlichte Lied, „The Bringer Of War“. Gut, aber viel weniger melodisch als die „Conqueror“-Sachen und ingesamt kein Überhammer. Alle Zweifel wurden aber schnell beiseite geräumt. Die Band streamte den Titeltrack, „Blood and Thunder“, im Internet. Jetzt hieß es abwarten, Tage zählen und den Briefkasten belauern. Dass „Conqueror“ nochmal übertroffen werden sollte, konnte ich mir kaum vorstellen. Aber ich sollte mich irren. (The-Aftermath)

[To be continued]

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