Donnerstag, 22. August 2013

Grave Miasma - Odori Sepulcrorum

Nachdem, aus mir unerfindlichen Gründen, die traditionelle Metalszene seit Monaten nicht sonderlich viel hervorbringt (mit den strahlenden Sternstunden Atlantean Kodex (dazu demnächst hier mehr) und Satan gibt es selbstverständlich Ausnahmen) geschieht in den "90er-Trendsportarten" Death- und Black Metal derzeit jede Menge Spannendes. Im DM ragten in letzter Zeit Charon, Sulphur Aeon und natürlich die unvergleichlichen Necros Christos heraus - und das waren nur die deutschen Vertreter.
Auch in England gibt es selbstverständlich Musiker, die sich an die große Zeit des DM Anfang der 1990er erinnern, als beinahe wöchentlich Alben erschienen, die nun als Klassiker gelten. Nach zwei EPs (2009 und 2011 erschienen) bringt der UK-Vierer GRAVE MIASMA den im Underground heiß erwarteten Erstling an den Start. Und "Odori Sepulcrorum" enttäuscht dann auch niemanden. Bis in den Keller tiefer gestimmte Gitarren, denen es bei aller Brutalität immer noch gelingt, ein paar Melodien zu verstecken (Anspieltipp: "Eschatos"!), ein Sänger, bei denen man, ähnlich wie bei den grandiosen Finnen von Krypts zwar kein Wort von dem versteht, was er da singt, aber dafür gibt es ja Booklets beziehungsweise das Einlegeblatt der Vinylausgabe. Es überwiegen die schleppenden, beinahe doomigen Rhythmen, die an alte Asphyx erinnern und die Produktion klingt herrlich nach Kellergewölbe, so dass sich Genrefans, die nach 20 Jahren so langsam aus ihrer Lethargie erwachen, ein weiteres Stilhighlight zu Gemüte führen dürfen. (MK)

Label: Sepulchral Voice Records
Veröffentlichung: 13.09.2013

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